Aktuelles

30 Jahre Mauerfall - Feier des Konsulats

Wir haben mit Arnulf Braun einen sympathischen Konsul seit mehr als einem Jahr,  der auch moderne neue Wege beschreitet: Nicht nur, dass er das Konsulat in Málaga frisch ausrüstete mit freundlichen hellen Möbeln - sehr angenehm bemerkt neulich beim Beantragen eines neuen Passes - ,  er gestaltete auch den jährlichen Empfang zum deutschen Feiertag, dem 3. Oktober, mit neuen Ideen.  So gab es eine Videowand mit Rückblicken zur einzigen deutschen erfolgreichen Revolution und den jetzt 30 anschließenden Jahren des Weges zur Einheit, sondern auch die deutsche Hymne gesungen von Schülerinnen der Deutschen Schule.

Die Videowand tat anschließend auch ihren guten Dienst beim eigenen Film der Jugendlichen bei ihrem Schulbesuch in Berlin (netter Moderatoreneinstieg, aber dann etwas zu lang, merkt man immer daran, wenn im Hintergrund die geladenen Gäste zu eigenen Gesprächen  sich wenden) und nicht zuletzt bei der Hommage an die SURdeutsche Ausgabe, die Übersetzungszeitung der SUR für Deutsche, die 15jähriges Jubiläum feiert dieses Jahr.

Fotos von links nach rechts: Am Rednerpult Konsul Arnulf Braun bei seiner Begrüßung, links von ihm Málagas Bürgermeister de la Torre vor seiner begeisterten  Rede und im Vordergrund die Elevinnen der Deutschen Schule beim Singen der deutschen Hymne (3. Strophe natürlich!).

Im rechten Foto Konsul und Bürgermeister mit der Bürgermeisterin von Passau (im gelben Kleid) mit den treuen Gästen der deutsch-spanischen Gesellschaft aus Passau, denn Passau ist eine der wichtigen Partnerstädte Málagas.


Spanien vorne

Es gibt ja viele Rankinglisten international. Eine der bekanntesten ist ja die der Korruption in  den Ländern, bei der Deutschland auf Platz 16 abrutschte, Spanien aber gleich unten auf 23 liegt.

Umgekehrt aber verhält es sich mit dem digitalen Ausbau: Da belegt

  • Spanien Platz 19,
  • während Deutschland abgeschlagen sich auf dem 59. Platz befindet, noch hinter Entwicklungs- und Schwellenländern!

Tja, beim Übergang in die Demokratie Ende der 70er Jahre katapultierte sich Spanien quasi vom Mittelalter in die Neuzeit. Schon lange konnte man hier seine Steuererklärung elektronisch abgeben, was Deutschland erst viel später feierte.

Und wie steht es mit der Gleichberechtigung? Die neue Regierung unter Pedro Sanchez weist von 11 Ministerien  6  in Frauenhand auf! Das muss Merkel erst mal nachmachen, auch wenn sie für 2 zählt! In der Vorgängerregierung wurde auch längst eine Frau als Verteidigungsministerin eingesetzt, bevor von der Leyen davon träumen konnte.

 

Spanien war das erste Land in Europa, das die Homo-Ehe anerkannte - und immer schon durfte eine Frau bei der Ehe ihren Namen behalten, da zog die BRD auch erst Ende der 90er Jahre nach.

Und auch im Gesundheitssystem überholte Spanien die BRD: Platz 2 gegen Platz 4 nur noch beim einst gelobten deutschen System! Abgesehen davon, dass nach jüngsten Statistiken man in Spanien gesünder lebt.


Wenn der Konsul kommt

Im schönen, typisch südlichen, Ambiente von Casa Simba, Estepona, fand eine humorvolle Lesung von Gabriele Hefele statt mit dem bezeichnenden Titel: "ODER MAN ZIEHT NACH ANDALUSIEN UND IST GLÜCKLICH",  mit Beiträgen ebenso von Gastgeberin Evi Weyhe.

Konsul Arnulf Braun aus Málaga kam gerne, um  nicht zuletzt  einen Teil seiner "Klientel", Residenten in Andalusien, persönlich kennenzulernen bei der Gelegenheit. Er  hielt eine launige Begrüßungsrede, blieb auch nach der Lesung,  die die vorwiegend weibliche Zuhörerschaft erheiterte, zu vielen direkten Gesprächen bei Wein und Tapas.

Die Veranstaltung fand einen stimmungsvollen Ausklang mit Gitarre- und Gesangseinlagen von Puri, die in und außerhalb Esteponas als Interpretin spanischen, aber auch schwäbischen (!) Volksgutes bekannt ist und  Gäste zu Tanzeinlagen animierte.

Fotos: Wilfried Zeckai


Das Jahr 2018 hatte es in sich!

Regierungswechsel -

zuerst in ganz Spanien und jetzt in Andalusien

 

Nach 40 Jahren durchgehendem Sozialismus, was Andalusien aber nicht vom letzten Wirtschafts-platz in Spanien weg brachte, unter anderem Korruption zementierte, die höchste Arbeitslosigkeit produzierte, kam es nun endlich zu einem Wechsel in der Landesregierung aufgrund der zusammengerechneten Ergebnisse der PP (Partitido popular,- 26 Sitze), der stark gewordenen Ciudadanos (17 Sitze) und der problematischen rechtsextremen VOX (12 Sitze), obwohl die PSOE mit Verlusten von 14 Sitzen immer noch an erster Stelle stand mit 33 Sitzen.

Nun muss diese Koalition beweisen, dass sie  alte Strukturen aufbrechen und Andalusien nach vorne bringen kann. Leuchtendes Beispiel ist da "Spaniens bester Bürgermeister", José Maria García Urbano in Estepona- im Foto oben rechts bei einer Wahlveranstaltung. Er holte für sich und seine PP vor Ort ein deutliches Ergebnis vor Ciudadanos und verwies die PSOE, die ihm vor Jahren einen Berg Schulden hinterlassen hatte, auf den 3. PLatz.

 

Kommentar:  Ein Wechsel in der Politik ist immer gut und wahrhaft demokratisch. Umgekehrt galt und gilt das auch in der Madrider Hauptregierung für Spanien, wo wiederum die PSOE mit Sanchez die PP mit Rajoy ablöste.

Von Deutschland reden wir dieses Mal nicht.

 


Wirkungsvolle private Hilfe

So wie hier oben in Estepona sah es im Oktober/Novermber an vielen Orten in Spanien aus. Klar, man kann anonym Geld spenden, was wir ja auch tun, aber wie viel wirkungsvoller und befriedigender ist es,  wenn man einen persönlichen Bezug hat und direkt weiß, wohin die Spenden gehen. In diesem Sinne ganz großen Dank an Evi Weyhe, die in ihrem Casa Simba für eine betroffenen Nachbarin, die alles durch Hochwasser verlor, um praktische Spenden von Decken, Kleidern  Handtüchern, Schuhen und Haushaltsgegenständen bat.

Hier Evis Kommmentar: "

Ich bin überwältigt von Eurer großartigen Hilfsbereitschaft!
 Danke, danke, danke!
 Mein Zimmer war voll mit Kleidersäcken, Decken, Handtüchern, Schuhen und Haushaltsgegenständen! Für Maria, die ja eigentlich der Anlass meines Aufrufs war, war jede Menge dabei, was sie jetzt für die kommende kalte Jahreszeit benötigt. Als ich dann erfahren habe, dass ihre Kinder sie überreden konnten, ihre Zelte hier abzubrechen und nach Deutschland zurückzukehren, habe ich nochmals neu sortiert, und die Handtücher und Decken an Tierärzte und Tierschutz weitergegeben.
 Ariel, eine sehr tierliebende junge Spanierin, hat sich bereit erklärt die beiden Ponys von Maria zu übernehmen. Sie hat auch geholfen die Katzen aus dem zerstörten Haus von Maria einzufangen (eine blieb leider verschwunden) und sie hat eine vorübergehende Unterkunft für Maria bei einer Nachbarin gefunden. Für Ariel habe ich dann auch noch Kleidersäcke zusammengestellt.
Von dem überfluteten Camping Platz bei Patty gab es auch einige Bedürftige, so dass all Eure Spenden verteilt werden konnten und Menschen weitergeholfen haben."

ENDLICH! Hospitalbau in Estepona fertig!

Die Fertigstellung ist zum Jahreende2018 nun erfolgt unter großer Anteilnahme der Bevölkerung! Die Gemeinde Estedepona und die (PSOE)-Junta de Andalucía, die so lange dieses wichtige Projekt boykottierte, muss man sagen, haben nun eine Übereinkunft unterzeichnet, nach der nun der Durchführung des Hospitalbaus nichts mehr im Wege steht. Zuletzt hakte* es ja noch an der Frage, ob die Junta die Ausstattung und den Betrieb des Hospitals übernehme, nachdem die Finanzierung des Baus von vier betroffenen Gemeinden wie Estepona, Benahavis, Casares und Manilva zu 95 Prozent gesichert war.

Seit 2007 (!) kämpfte man vor allem in Estepona mit seinen mehr als 80.000 Einwohnern um ein Hospital! Estepona stellt das Gelände. Jetzt noch müssen die Bewohner der genannten Gemeinden eineinhalb Stunden bis zur jetzigen Klinik Costa del Sol in Marbella-Ost fahren, mehrere Stunden warten bei Notfällen, ganze Wochen und Monate auf Behandlungen.  Inzwischen hat Esteponas vorbildlicher Bürgermeister José Maria Gacía Urbano zumindest für seine Bewohner mit den ansässigen Privatkliniken eine Übereinkunft erzielt, dass Esteponeros dort in Notfällen behandelt werden.

Gekostet hat das Projekt 17,7 Millionen Euro , das endlich die westliche Costa del Sol mit einem Krankenhaus für alle Bürger versieht.

 

In Betreib mit medizinischem Angebot soll das heiß erwartete Klinikum aber erst Ende 2019 gehen!

 

Im Bild oben ein Modell des notwendigen Hospitalprojekts (Foto: Ayto Estepona)


Neue Gesichter - Funktionen - Ereignisse

Wir haben einen neuen deutschen Konsul in Málaga

 

Seit circa Juli 2018 löste Arnulf Braun seinen Vorgänger Peter Eck ab im wichtigen Konsulat Málaga, das außer für Andalusien auch für die Enklaven Ceuta und Melilla zuständig ist.

Konsul Braun ist gebürtiger Oberbayer aus Rosenheim, Diplomvolkswirt mit Stationen in Saudi-Arabien, Mailand, Kamerun, Rumänien. Im spanischen Bereich war er zuletzt Konsul in Gran Canaria und Barcelona, und vor Málaga auch in Wien.

Er kann nicht nur arabisch, sondern brauchte auch keine Übersetzungshilfe für sein spanisches Grußwort beim jährlichen Konsulsempfang zur deutschen Einheit am vergangenen 3. Oktober. 

Kommentar seiner Ehefrau Martina, zum jetzigen Aufenthalt in Málaga, vor allem im Vergleich zu den  Bürgerkriegsschauplätzen ihrer Stationen in Zentral-Afrika: "Das ist hier das Paradies!"

Fotos (Reinhard Hefele) von links nach rechts: Konsul Braun - mit Conde Rudi - Blick an einen Tisch mit einer bunten Mischung aus Gästen aus Sevilla (2. und 3. von links  von der Universität Sevilla, Mitte und ganz außen rechts Rechtsanwälte aus Málaga und eine begabte junge Violinistin (2. von rechts).


Seit August hat auch das Kempinski Hotel Bahia in Estepona einen neuen deutschen Generalmanager: Axel Bethke, der bei Kempinski Erfahrungen in München und Peking sammelte.

Sein letzter Einsatz vor der Costa del Sol war im "Qasr Al Sarab Desert Resort von Anantara in Abu Dhabi".

 

Seine Leidenschaft gilt unter anderem der Umsetzung des kulinarischen Konzepts des Hotels, das mit dem Restuarant El Paseo del Mar ein neues Highlight setzte.


Und dann gibt es gleich noch einen neuen internationalen Club von Rotary für Estepona, Casares, Manilva und Sotogrande seit 13. Oktober.  Erste Präsidentin ist die Italienerin Carla Bordoli, im  Foto erste Reihe Mitte, flankiert von den Bürgermeistern der oben genannten Städte.

 

"International" heißt in dem Fall, dass im Club sowohl spanisch wie englisch gesprochen wird.

Paten bei der Gründung waren sowohl die Rotary Clubs von Marbella-Guadalmina, wie auch Como Baradello.

 


Allerlei


 

RONDA

einer der Hauptanziehungspunkte und Tourismushochburgen Andalusiens hat aber den Nachteil, ziemlich im Hinterland zu liegen und über gefährliche Kurvenstrecken nur zu erreichen zu sein. 

Nun gibt es ernsthafte Bestrebungen, einen direkten Autozubringer nach Málaga hinunter zu bauen; kann man nur begrüßen, denn Ronda hat auch außerhalb der Hauptsaison und der üblichen Sehenswürdigkeiten vom Aquädukt bis zum Naturreservat so viel zu bieten: einen der attraktivsten Paradore Spaniens mit guter Küche, seit 10 Jahren wunderbare Rotweine und als Shoppinggeheimtipp die lange Fußgaängerzone.


 

GIBRALTAR

hat die vierthöchste Feinstaubbelastung Spaniens - also bei einem Ausflug bitte nicht zu tief durchatmen!

Ursachen sind unter anderem der rege Schiffsverkehr rund um und am Felsen, der Flugverkehr direkt am Übergang, der dichte Verkehr in der Stadt und oft ungünstige Winde aus der Sahara (und vielleicht auch der nahen Raffinerie?).

 

Übrigens: Gibraltar kostet keinen Eintritt- das wollten findige Betrüger mit naiven Touristen im Sommer 2019 probieren!


ESTEPONA  und seine neue Luxus-Markthalle

Estepona ist der Star der Costa del Sol geworden, und ich singe bekanntlich sein Loblied in den höchsten Tönen - siehe auch Reiseziele unter "E". Aber ich bin nicht betriebsblind und immer noch so objektiv wie möglich:

Nun eröffnete im Zentrum die neue Gourmet-Markthalle. Wir testeteten sie kürzlich - und sind ehrlich enttäuscht! Diese Konzept erschloss sich uns irgendwie nicht:  Sehr modern in Sichtbeton gestaltet Foto Mitte) - das ist ja noch nichts Schlechtes, aber das sorgt für einen Riesenhalleffekt mit einer lästigen Geräuschkulise, dass man sein eigenes Wort nicht versteht. Wie will man da "chillen", wie es in der Presseerklärung heißt, oder Arbeitsessen (auf den dazu ungemütlichen Barhockern) durchführen?

Dann sind rundherum Holzkabinen der Anbieter angeordnet, die aber ihr Essen nicht ausstellen, da schwirren jede Menge Kellner/innen herum, die dann eine Bestellung nach einem Speisebüchlein entgegen nehmen: 100 Gramm allerdings wirklich bester iberischer Schinken kosteten 22 (! in Worten zweiundzwanzig) Euro! Foto rechts.

Bin gespannt, wie lange sich dies hält, im Umkreis wunderbarer Tapasbars und Gastronomiegassen wie der Calle Caridad etwa.

Für mich muss eine Markthalle aussehen wie das Fotobeispiel oben links in Cádiz etwa! Und in Deutschland liebte ich die erste Gourmethalle in Osnabrück mit wirklich gemütlichen Treffs, gutem Preisleistungsverhältnis. Oder wer erinnert sich nicht gern an die Hamburger Galerie an der Alster als Edelbeispiel!?

Gabriele Hefele

 

p.s. Inzwischen bemüht sich ein neuer Direktor um mehr Attraktivität für die Lagerhalle. Essen kann man dort wirklich gut. Mal sehen, wie es sich in Zukunft bewährt. Leider stießen wir spontan mittags montags, dienstags z.B. auf verschlossene Türen ohne entsprechende Hinweise auf die allgemeinen Öffnungszeiten. 


Alles neu macht der Mai

Gelungen ist der Relaunch der Eingangshalle des Kempinski Bahia Hotels in Estepona. Hatte es doch vorher ehrlich gesagt mehr den Charme einer besseren Bahnhofsvorhalle, vermittelt die Renovierung unter der Leitung der portugiesischen Direktorin Carmen Lopes nun wirklich Ah- und Oh-Effekte. Stilelemente, die sowohl mit dem tiefen Blau und den Holzgittern an das nahe Marokko erinnern, aber auch asiatisch anmutende Dekorationen verwandeln das Entrée in eines, das nun wirklich eines Gran Lujo 5-Sterne-Hotels an der Costa del Sol würdig ist. Unter uns: Das eine oder andere Luxushotel in Marbella könnte sich auch mal ein Beispiel für eine entprechende Überarbeitung nehmen.

Endlich lädt auch die Bar des Kempi nun zu einer etwas längeren weil gemütlicheren Verweildauer an, nicht nur mit der Überdachung a la eines Beduinenzeltes, sondern viel geschützter durch Säulen vorm Eingang. Nun zieht es einem nicht mehr an den Rücken auf dem Barhocker! Sattgelbe Polstergarnituren in Nischen vervollständigen das gelungene Bild.

G.H.

 Fotos (Gabriele Hefeele) oben von links nach rechts: Blick zur Südseite des Eingangs - die Rezeption - die Blumeninsel in der Mitte, bei der Pressevorstellung mit Isabel de Borbón (links).


Frühlings-News

  • 1 Million Besucher hat der Camino del Rey  bei Málaga  (siehe unten) bbisher in 3 Jahren gesehen
  • Nun will Gibraltar mit dem sogenannten "Skywalk" mithalten. Die geplante offizielle Einweihung mit dem Schauspieler, der den Luke Skywalker (!) spielte, musste aber ins Wasser fallen wegen heftigen Sturmes an diesem Tag! 750 atemberaubende Meter kann man 340 Meter über Normal-Null, also über dem Meeresspiegel, auf diesem "durchsichtigen" Weg gehen, der ein Gewicht von 4 Elefanten insgesamt aushalten würde. Hinzu kommt ein Wahnsinns-Ausblick auf zwei Kontinente! Die 42 Glaspaneele sind 4fach hintereinander montiert, dennoch werden nur 50 Besucher zur selben Zeit auf dem Weg oder 340 auf der Plattform erlaubt.
  • Während Deutschland sich bei der Festnahme von Puigdemont übereifrig, wenn nicht gar dumm-regelkonform zeigte, hat der internationale Fußballverband Trainer Pep Guardiola zu einer Strafe von 20.000 Euro verurteilt, weil er offiziell am Spielfeldrand am Kragen das katalanische Unabhängigkeitssymbol angebracht hatte und eigentlich politische Äußerungen auf dem Platz untersagt seien. Inzwischen wurde er von seinem Verein Manchester City sogar vorzeitig von seinem Traineramt entbunden, weil er einfach nicht von seiner politischen Demonstration ablassen wollte.
  • Hundeparks werden zum Glück immer mehr eingerichtet an den touristischen Küsten Spaniens, aber leider eben oft nicht in Küstennähe, sondern mehr im Hinterland. Nach wie vor gibt es Strafen, wer mit seinem Hund am Strand spaziert oder ihn gar in den Wellen toben läßt. Im Foto unten der Hundepark von Estepona.

Fotos: Gibraltar Tourismusbüro, Ayuntamiento Estepona


Andalusische Superlative

  • Über 100.000 Tickets wurden im Herbst und Winter für den Caminito del Rey in Ardales verkauft!
  • Andalusien brach einige Rekorde im Tourismus, darunter auch einen neuen Golfbesucher-Rekord mit mehr als einer halben Million Golfspielern auf den vielen Grüns. Übrigens spielen immer mehr Damen eine wichtige Rolle, nicht nur bei den Profis. So sah sich in diesem Jahr der die Ladies Professional Golf Association aber zur Veröffentlichung einer Kleiderordnung veranlasst: Die Spielerinnen sollten vom Tragen von Miniröcken und tiefen Ausschnitten absehen! Wer gegen diese Regeln verstößt, kann zunächst mit 1.000 Dollar bestraft werden vom Verband.
  • Einen traurigen Rekord stellte Andalusien auch im trockensten Sommer der letzten 20 Jahre auf:  Bis jetzt verbrannten  circa 15.000 Hektar, während bisher das Jahr 2015 mit 12.700 Hektar diese Liste der Waldbrände anführte. Von den schweren Brandkatastrophen mit Toten in Portugal und Galizien ganz zu schweigen.
  • Grünes Licht nun für ein gigantisches neues Shopping Zentrum einer britischen Inverstitionsfirma in Torremolinos. Dafür werden 500 Millionen Euro veranschlagt, das 4.000 Arbeitsplätze bieten soll.

Speziell zu Andalusien:

Wussten Sie -

 

- dass Andalusien mit 88.000 Quadratkilometern um 1.000 km² größer ist als Portugal?

 - Dass wir aber den Fächer portugiesischen Seefahrern verdanken?

 - Dass die erste vom Palmrüssler befallene Phönixpalme 1993 in Almuñecar gesichtet wurde?

 - Dass erst seit 1982 wieder Wein bei Ronda  angebaut  wird und zwar durch den Württemberger Winzer Friedrich Schatz - nachdem aber seinerzeit die alten Phönizier schon um diese gute Lage wussten?!

 - Dass das PRE, die Pura Raza Española, das renommmierte Spanische Pferd, eigentlich auf der Pura Raza Andaluza (inclusive etwas Kartäuserblut) bassiert, doch Franco diese Bezeichnung nicht wollte?

 

 Diese und andere Fakten,  Fakten, Fakten stehen im neuen Buch von Gabriele Hefele "Andalusien ist anders": 

Das obige Buch  zu 8,90 € vermittelt nicht nur viele Hintergrundinformationen von einer, die hier mehr als 16 Jahre lebt und arbeitet, sondern ist außerdem unterhaltsam zu lesen. "Köstlich" und zugleich sehr informativ" , so die Leserurteile kurz gefasst.

Zu bestellen direkt bei der Autorin unter redaktion@equideas.es oder über die üblichen Quellen wie Amazon, Buchhandlungen, Online-Shops u.a.


Info-Mix

  • D i e   große touristische Attraktion in Andalusien war im Jahr 2015 der Ende März neu eröffnete Caminito del Rey bei Álora in der Provinz Málaga.  Der früher als gefährlichster Wanderweg der Welt bekannte vier Kilometer lange Steig war nach der Sperrung gründlich renoviert und erneuert worden. Er zog im ersten Jahr bereits über 160.000 Besucher und 90 Kamerateams aus aller Welt an, die sich dieses Erlebnis nicht entgehen ließen. Bis dato war die Begehung  kostenlos, doch musste und muss auch in Zukunft dieses Erlebnis vorher angemeldet werden, denn es werden täglich nur 600 Wanderer auf dem Königsweg zugelassen. Jetzt wird der Camino privatisiert und nun auch ist Eintritt fällig.

Fotos unten: Pia Bruun (rechts vorne selbst im Bild)

 

  • Immer wieder neue Urlaubsabenteuer sollen die Touristen locken - auch in Casares in der Nähe der historischen Altstadt.  Dort plant man ein 300 Meter langes Rutschseil, das wäre dann das längste in Spanien.
  •  Die Provinz Málaga ist bekannt für ihren Export von Avocados und Mangos - neben üblichen Gemüsesorten wie Tomaten, Gurken und Paprika und natürlich Zitrusfrüchten. Nun setzt man in der Axarquia, der gebirgigen Landschaft, neuerdings auch auf den Zuckerersatz Stevia. Man will dort ansässige Bauern durch Schulung mehr und mehr dafür gewinnen, doch wollen noch viele warten, wie sich die Nachfrage nach dieser "Modepflanze entwickelt.
  • Die vielen Engländer an unseren Küsten bevorzugen ihren Whisky und Gin, das ist bekannt. Doch jetzt feiert bei ihnen der Sherry, den ja ihre Vorahnen einst "erfanden",  ein großes Comeback.  Er war seit den 70er Jahren nach einem Boom mehr und mehr in den Schatten gedrängt worden,  doch sprechen Bodegas rund um Jerez, dem Namensgeber, bereits vom Beginn einer neuen Sherry-Revolution. Wir anderen Residenten haben dem Sherry immer schon seinen gebührenden Platz eingeräumt! Dazu der lesenswerte Bericht einer Verkosterin aus Deutschland: "Besuch in einer Sherry-Bodega".

 

 

 

 

 

 

Die verantwortliche Redakteurin schätzt den trockenen Sherry

sehr als Aperitif (Foto: Reinhard Hefele)


  • Jetzt noch ein paar praktische Tipps, wie man die typischen Saisonblumen wie Weihnachtsstern, Weihnachtskaktus, Azaleen und Orchideen überleben läßt:

 

-  Die Pflanzen sind ja schon gestresst durch den Umzug von der Gärtnerei zu uns nach Hause. So kann es passieren, dass sie, anfangs in voller Blüte, Blätter gelb werden oder gar fallen lassen, auch irgendwie einschrumpeln:  Jetzt der Pflanze ein kühles Plätzchen suchen und befeuchten, vor Frost schützen und für natürliches Tageslicht sorgen. Denn fehlendes Licht ist oft ein Problem. Aber Vorsicht wiederum vor prallem Sonnenlicht.

-  Beim Gärtner erhielten sie meist ungechlortes Wasser mit Dünger, deshalb bitte Regenwasser oder Wasser von den lokalen Brunnen benutzen. Die Blumen wurden meist sehr gedüngt und wuchsen unnatürlich schnell. Man muss sie nun langsam von diesem übermäßigen Dünger entwöhnen, aber anfangs immer noch düngen, später dann auf einmal die Woche oder vierzehntäglich übergehen.

-   Azaleen und Weihnachtssterne bestehen oft nicht nur aus einer Pflanze im Topf, sondern eng zusammen gepflanzten Setzlingen. Diese können oft schwer weiter bestehen, auch, wenn man sie auseinander pflanzt. Also nicht wundern, wenn sie nur zu den Festtagen üppig blühen.


Wussten Sie schon?

Dass die Spanier verstärkt auswärts essen und immer weniger zuhause kochen? Und zwar nahm dies im letzten Jahr um 4,2 Prozent zu, während parallel dazu der Einkauf von Alkohol und Lebensmitteln in Supermärkten um 2,2 Prozent abnahm. Kein Wunder, wenn man Getränk plus Tapa schon ab 1 Euro in den Bars erhält! (Quelle:  Olive Press)

 

Apropos essen:  aus Galizien,  dem  man die beste Küche Spaniens zuschreibt, kommt der neue Trend in feinen Restaurants, Strandgemüse im Speiseplan einzusetzen wie Queller und Meerfenchel. Algen gehören ja schon seit geraumer Zeit zu einem guten exotischen Salat in  Restaurants. (Quelle:  SURdeutsche Ausgabe)

 

Dass der Welt bestes Gebäude in Gibraltar steht? Es kostete 10,9 Millionen Pfund, weist Terrassengärten in den einzelnen Appartements und Panoramafenster von einer Wand zur anderen auf mit Blick auf das Rif-Gebirge in Nordafrika und die Meerenge.  Es heißt "New Aloes" und wurde von Architekten aus 2.000  Mitbewerbern und 103 Ländern als prestigeträchtigster Neubau gewählt. (Quelle:  SUR in English)

 

 

- und wussten Sie auch dies?


Fotos von links nach rechts: La Linea immer mit dem "Affenfelsen" vor der Nase - die Kathedrale von Málaga - Buchtitel des Bestsellers von Chris Stewart

 - La Linea die spanische Grenzstadt gegenüber Gibraltar, möchte nun auch zur zollfreien Zone werden wie der englische Nachbar vor der Haustür.  Hüben wie drüben der Meerenge soll es duty-free heißen, wenn es nach dem Bürgermeister Jorge Ramos geht, der sich schon mit dem Ministerpräsidenten von Gibraltar zusammensetzte deswegen. Unter uns: Mit dem "duty-free" ist es aber sowieso nicht weit her in Gibraltar, deshalb allein lohnt sich kaum ein Besuch - wenn man nicht starker Raucher ist!

 

- Ein trauriger Rekord vom sonst so hippen Málaga:  Dort gibt es angeblich  vier Mal so viele kriminell gewordene Jugendliche unter 14 Jahren wie in Sevilla, Huelva oder Granada!

 

- Fast jeder Resident hat doch "Driving over Lemons" oder auf deutsch: "Unter den Zitronenbäumen" gelesen vom Ex-Genesis-Schlagzeuger Chris Stewart? Bereits in vier Bestsellern bisher beschrieb er sein Leben auf einer Farm in den Alpujarras - nicht unschuldig am Zuzug vieler Engländer!  Doch jetzt pausiert er mit dem Schreiben, notgedrungen, weil sein Land von Wildschweinen verwüstet wurde und er mindestens das ganze nächste Jahr mit dem Ausbessern dieser Schäden beschäftigt ist. 

 


Von Almeria und Ronda bis Gibraltar

Ronda einmal anders: Blick vom Aquädukt in die Schlucht

 

Ronda gehört zu den 3-Sterne-Sehenswürdigkeiten Andalusiens - und das schon seit langem! Nun haben die Besucher des Portals "Trivago" Ronda  auch unter die 100 begehrtesten Reiseziele der Welt gewählt und zwar auf Platz 82. Auf dieser Liste befinden sich aber schon seit längerem drei weitere spanische Orte, nämlich Santillana del Mar (Platz 40), Cangas de Onís (479 und Oviedo (81).

re.:  Gibraltar von La Linea aus

 

 

Gibraltar macht immer mehr von sich reden durch seine moderne Architektur,

etwa durch sein World Trade Center, das Architekturpreise einheimste. Demnächst wird es ein sensationelles Ecosystem-Gebäude geben, das Ocean Spa Plaza, das nicht nur 17 begrünte und familienfreundliche Stockwerke aufweisen wird, sondern auf dem obersten Dach neben Jacuzzis, Wasserfällen, Sauna und  Bäumen auch Insekten und Vögel eine Heimstatt bieten soll.




Und dann gibt s noch Gerüchte um Almeria und seine Alcazaba. Letztere ist für den normalen Publikumsverkehr am 20. und 21. Oktober 2015 geschlossen, denn man munkelt, dass an diesen Tagen dann Filmarbeiten zur nächsten Staffel von "Game of Thrones" dort stattfinden!

Die Kulturministerin von Andalusien, Rosa Aguilar, betonte, man könne dies gar nicht hoch genug als PR für Almeria einschätzen.