Aktuelles

Allerlei


 

RONDA

einer der Hauptanziehungspunkte und Tourismushochburgen Andalusiens hat aber den Nachteil, ziemlich im Hinterland zu liegen und über gefährliche Kurvenstrecken nur zu erreichen zu sein. 

Nun gibt es ernsthafte Bestrebungen, einen direkten Autozubringer nach Málaga hinunter zu bauen; kann man nur begrüßen, denn Ronda hat auch außerhalb der Hauptsaison und der üblichen Sehenswürdigkeiten vom Aquädukt bis zum Naturreservat so viel zu bieten: einen der attraktivsten Paradore Spaniens mit guter Küche, seit 10 Jahren wunderbare Rotweine und als Shoppinggeheimtipp die lange Fußgaängerzone.


 

GIBRALTAR

hat die vierthöchste Feinstaubbelastung Spaniens - also bei einem Ausflug bitte nicht zu tief durchatmen!

Ursachen sind unter anderem der rege Schiffsverkehr rund um und am Felsen, der Flugverkehr direkt am Übergang, der dichte Verkehr in der Stadt und oft ungünstige Winde aus der Sahara (und vielleicht auch der nahen Raffinerie?).


ESTEPONA -

Estepona ist der Star der Costa del Sol geworden, und ich singe bekanntlich sein Loblied in den höchsten Tönen - siehe auch Reiseziele unter "E". Aber ich bin nicht betriebsblind und immer noch so objektiv wie möglich:

Nun eröffnete im Zentrum die neue Gourmet-Markthalle. Wir testeteten sie kürzlich - und sind ehrlich enttäuscht! Diese Konzept erschloss sich uns irgendwie nicht:  Sehr modern in Sichtbeton gestaltet Foto Mitte) - das ist ja noch nichts Schlechtes, aber das sorgt für einen Riesenhalleffekt mit einer lästigen Geräuschkulise, dass man sein eigenes Wort nicht versteht. Wie will man da "chillen", wie es in der Presseerklärung heißt, oder Arbeitsessen (auf den dazu ungemütlichen Barhockern) durchführen?

Dann sind rundherum Holzkabinen der Anbieter angeordnet, die aber ihr Essen nicht ausstellen, da schwirren jede Menge Kellner/innen herum, die dann eine Bestellung nach einem Speisebüchlein entgegen nehmen: 100 Gramm allerdings wirklich bester iberischer Schinken kosteten 22 (! in Worten zweiundzwanzig) Euro! Foto rechts.

Bin gespannt, wie lange sich dies hält, im Umkreis wunderbarer Tapasbars und Gastronomiegassen wie der Calle Caridad etwa.

Für mich muss eine Markthalle aussehen wie das Fotobeispiel oben links in Cádiz etwa! Und in Deutschland liebte ich die erste Gourmethalle in Osnabrück mit wirklich gemütlichen Treffs, gutem Preisleistungsverhältnis. Oder wer erinnert sich nicht gern an die Hamburger Galerie an der Alster als Edelbeispiel!?

Gabriele Hefele


Alles neu macht der Mai

Sehr gelungen ist der Relaunch der Eingangshalle des Kempinski Bahia Hotels in Estepona. Hatte es doch vorher ehrlich gesagt mehr den Charme einer besseren Bahnhofsvorhalle, vermittelt die Renovierung unter der Leitung der portugiesischen Direktorin Carmen Lopes nun wirklich Ah- und Oh-Effekte. Stilelemente, die sowohl mit dem tiefen Blau und den Holzgittern an das nahe Marokko erinnern, aber auch asiatisch anmutende Dekorationen verwandeln das Entrée in eines, das nun wirklich eines Gran Lujo 5-Sterne-Hotels an der Costa del Sol würdig ist. Unter uns: Das eine oder andere Luxushotel in Marbella könnte sich auch mal ein Beispiel für eine entprechende Überarbeitung nehmen.

Endlich lädt auch die Bar des Kempi nun zu einer etwas längeren weil gemütlicheren Verweildauer an, nicht nur mit der Überdachung a la eines Beduinenzeltes, sondern viel geschützter durch Säulen vorm Eingang. Nun zieht es einem nicht mehr an den Rücken auf dem Barhocker! Sattgelbe Polstergarnituren in Nischen vervollständigen das gelungene Bild.

G.H.

 Fotos (Gabriele Hefeele) oben von links nach rechts: Blick zur Südseite des Eingangs - die Rezeption - die Blumeninsel in der Mitte, bei der Pressevorstellung mit Isabel de Borbón (links).


Frühlings-News

  • 1 Million Besucher hat der Camino del Rey  bei Málaga  (siehe unten) bbisher in 3 Jahren gesehen
  • Nun will Gibraltar mit dem sogenannten "Skywalk" mithalten. Die geplante offizielle Einweihung mit dem Schauspieler, der den Luke Skywalker (!) spielte, musste aber ins Wasser fallen wegen heftigen Sturmes an diesem Tag! 750 atemberaubende Meter kann man 340 Meter über Normal-Null, also über dem Meeresspiegel, auf diesem "durchsichtigen" Weg gehen, der ein Gewicht von 4 Elefanten insgesamt aushalten würde. Hinzu kommt ein Wahnsinns-Ausblick auf zwei Kontinente! Die 42 Glaspaneele sind 4fach hintereinander montiert, dennoch werden nur 50 Besucher zur selben Zeit auf dem Weg oder 340 auf der Plattform erlaubt.
  • Während Deutschland sich bei der Festnahme von Puigdemont übereifrig, wenn nicht gar dumm-regelkonform zeigte, hat der internationale Fußballverband Trainer Pep Guardiola zu einer Strafe von 20.000 Euro verurteilt, weil er offiziell am Spielfeldrand am Kragen das katalanische Unabhängigkeitssymbol angebracht hatte und eigentlich politische Äußerungen auf dem Platz untersagt seien. Inzwischen wurde er von seinem Verein Manchester City sogar vorzeitig von seinem Traineramt entbunden, weil er einfach nciht von seiner politischen Demonstration ablassen wollte.
  • Hundeparks werden zum Glück immer mehr eingerichtet an den touristischen Küsten Spaniens, aber leider eben oft nicht in Küstennähe, sondern mehr im Hinterland. Nach wie vor gibt es Strafen, wer mit seinem Hund am Strand spaziert oder ihn gar in den Wellen toben läßt. Im Foto unten der Hundepark von Estepona.

Fotos: Gibraltar Tourismusbüro, Ayuntamiento Estepona


Kleiner Jahresrückblick 2017

  • Über 100.000 Tickets wurden im Herbst und Winter für den Caminito del Rey in Ardales verkauft!
  • Andalusien brach einige Rekorde im Tourismus in 2017, darunter auch einen neuen Golfbesucher-Rekord mit mehr als einer halben Million Golfspielern auf den vielen Grüns. Übrigens spielen immer mehr Damen eine wichtige Rolle, nicht nur bei den Profis. So sah sich in diesem Jahr der die Ladies Professional Golf Association aber zur Veröffentlichung einer Kleiderordnung veranlasst: Die Spielerinnen sollten vom Tragen von Miniröcken und tiefen Ausschnitten absehen! Wer gegen diese Regeln verstößt, kann zunächst mit 1.000 Dollar bestraft werden vom Verband.
  • Einen traurigen Rekord stellte Andalusien auch im trockensten Sommer der letzten 20 Jahre auf:  Bis jetzt verbrannten  circa 15.000 Hektar, während bisher das Jahr 2015 mit 12.700 Hektar diese Liste der Waldbrände anführte. Von den schweren Brandkatastrophen mit Toten in Portugal und Galizien ganz zu schweigen.
  • Grünes Licht nun für ein gigantisches neues Shopping Zentrum einer britischen Inverstiotionsfirma in Torremolinos. Dafür werden 500 Millionen Euro veranschlagt, das 4.000 Arbeitsplätze bieten soll.

Deutsche Einheit in Spanien

ZUm jährlichen Empfang des deutschen Konsuls für Andalusien, Extremadura, Ceuta und Melilla

Fotos oben von links nach rechts und oben nach unten:

1) Konsul Peter Eck bei seiner Rede mit Übersetzerin Gloria - 2) Im botanischen Garten von Alamo bei bestem Fingerfood gaben sich auch die Ehre, von links nach rechts: Prinzessin Marie Luise von Preußen, Graf Rudi von Schönburg, Vanesa Diez Barriuso, Direktorin des Museums Jorge Rando in Málaga, Autorin Dr. Gabriele Hefele („Andalusien ist anders“) - 3) Bürgermeister Torres von Málaga, hier vorne mit Gästen, hatte die Bedeutung deutscher Firmen und Niederlassungen in Málaga betont, die wieder vermehrt zu beobachten seien, besonders auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien

4)  Konsul Peter Eck, Konsulatsangestellte Gloria und Dr.-Ing. Reinhard Hefele

 Einerseits noch verbesserungswürdige Einheit, andererseits Seperatismusbestrebungen

 

 Der jährliche Empfang des deutschen Konsulats in Málaga zum 3. Oktober, dem deutschen Einheits-Feiertag wurde zum letzten Mal von Konsul Peter Eck vor seiner Pensionierung im kommenden Juni veranstaltet. Dazu fanden sich Kollegen anderer Konsultate und Botschaften, Vertreter des Militärs, der Polizei, der Presse, der Kirchen, der Wohltätigkeitsvereine und allgemein Personen des öffentlichen Lebens ein.

 In seiner Rede betonte Konsul Eck die Einheit und das Zusammenwachsen von Ost und West in Deutschland, was diesem einmaligen Prozess ausgerechnet zwei Tage nach den Referendumsereignissen in Katalonien eine besondere Note verlieh. Konsul Eck wies aber auch auf das bedeutende 500jährige Martin-Luther-Jubiläum hin, der Geburtsstunde des Protestantismus.

Anmerkungen zur Rede des Konsuls

Doch steht nicht gerade der gefeierte Martin Luther nicht nur für eine Spaltung der Kirchen, sondern auch Deutschlands in einen protestantischen Norden und einen katholischen Süden? Und die deutschen Tugenden wie

Fleiss, Verläßlichkeit, Pünktlichkeit, auch Hartnäckigkeit, die Peter Eck dem Protestantismus zuschreibt, gelten allgemein mehr als "preußische Tugenden", wenn auch auf Lutheranismus fußend.

Allgemein war auch der Schatten des katalanischen Referendums bei dieser Veranstaltung zu spüren. Übrigens wurde als Cava "Freixenet" ausgeschenkt. Auf meine "süffisante" Frage wurde mir versichert, dass der Besitzer von Freixenet kein Independista ist, da ja international tätig! Das nur als Fußnote. 

Gabriele Hefele

 


Andalusien und der anspruchsvolle Tourismus

 

 

 

Im Interview mit dem andalusischen Minister für Tourismus und Sport, Francisco J. Fernandéz, erfuhren wir exklusiv, dass er sich in Andalusien mehr den "leisen" Touristen (Mallorca stand da unausgesprochen als Gegenbeispiel im Hintergrund) mit Interesse an Kultur und Hinterland wünscht.

 

Das gesamte Interview  lesen Sie links, es stand in der 687. Ausgabe der SUR deutsche Ausgabe


ENDLICH! Hospital in Estepona kommt!

Die Grundsteinlegung ist nun erfolgt unter großer Anteilnahme der Bevölkerung! Die Gemeinde Estepona und die (PSOE)-Junta de Andalucía, die so lange dieses wichtige Projekt boykottierte, muss man sagen, haben nun eine Übereinkunft unterzeichnet, nach der nun der Durchführung des Hospitalbaus nichts mehr im Wege steht. Zuletzt hakte* es ja noch an der Frage, ob die Junta die Ausstattung und den Betrieb des Hospitals übernehme, nachdem die Finanzierung des Baus von vier betroffenen Gemeinden wie Estepona, Benahavis, Casares und Manilva zu 95 Prozent gesichert war.

Seit 2007 (!) kämpfte man vor allem in Estepona mit seinen mehr als 80.000 Einwohnern um ein Hospital! Estepona stellt das Gelände. Jetzt noch müssen die Bewohner der genannten Gemeinden eineinhalb Stunden bis zur jetzigen Klinik Costa del Sol in Marbella-Ost fahren, mehrere Stunden warten bei Notfällen, ganze Wochen und Monate auf Behandlungen.  Inzwischen hat Esteponas vorbildlicher Bürgermeister José Maria Gacía Urbano zumindest für seine Bewohner mit den ansässigen Privatkliniken eine Übereinkunft erzielt, dass Esteponeros dort in Notfällen behandelt werden.

Vorgesehen werden nun 17,7 Millionen Euro für das Projekt, das endlich die westliche Costa del Sol mit einem Krankenhaus für alle Bürger versieht.

 

Im Bild unten ein Modell des notwendigen Hospitalprojekts (Foto: Ayto Estepona)


Speziell zu Andalusien:

Wussten Sie -

 

- dass Andalusien mit 88.000 Quadratkilometern um 1.000 km² größer ist als Portugal?

 - Dass wir aber den Fächer portugiesischen Seefahrern verdanken?

 - Dass die erste vom Palmrüssler befallene Phönixpalme 1993 in Almuñecar gesichtet wurde?

 - Dass erst seit 1982 wieder Wein bei Ronda  angebaut  wird und zwar durch den Württemberger Winzer Friedrich Schatz - nachdem aber seinerzeit die alten Phönizier schon um diese gute Lage wussten?!

 - Dass das PRE, die Pura Raza Española, das renommmierte Spanische Pferd, eigentlich auf der Pura Raza Andaluza (inclusive etwas Kartäuserblut) bassiert, doch Franco diese Bezeichnung nicht wollte?

 

 Diese und andere Fakten,  Fakten, Fakten stehen im neuen Buch von Gabriele Hefele "Andalusien ist anders": 

Das obige Buch  zu 8,90 € vermittelt nicht nur viele Hintergrundinformationen von einer, die hier mehr als 16 Jahre lebt und arbeitet, sondern ist außerdem unterhaltsam zu lesen. "Köstlich" und zugleich sehr informativ" , so die Leserurteile kurz gefasst.

Zu bestellen direkt bei der Autorin unter redaktion@equideas.es oder über die üblichen Quellen wie Amazon, Buchhandlungen, Online-Shops u.a.


Info-Mix

  • D i e   große touristische Attraktion in Andalusien war im Jahr 2015 der Ende März neu eröffnete Caminito del Rey bei Álora in der Provinz Málaga.  Der früher als gefährlichster Wanderweg der Welt bekannte vier Kilometer lange Steig war nach der Sperrung gründlich renoviert und erneuert worden. Er zog im ersten Jahr bereits über 160.000 Besucher und 90 Kamerateams aus aller Welt an, die sich dieses Erlebnis nicht entgehen ließen. Bis dato war die Begehung  kostenlos, doch musste und muss auch in Zukunft dieses Erlebnis vorher angemeldet werden, denn es werden täglich nur 600 Wanderer auf dem Königsweg zugelassen. Jetzt wird der Camino privatisiert und nun auch ist Eintritt fällig.

Fotos unten: Pia Bruun (rechts vorne selbst im Bild)

 

  • Immer wieder neue Urlaubsabenteuer sollen die Touristen locken - auch in Casares in der Nähe der historischen Altstadt.  Dort plant man ein 300 Meter langes Rutschseil, das wäre dann das längste in Spanien.
  •  Die Provinz Málaga ist bekannt für ihren Export von Avocados und Mangos - neben üblichen Gemüsesorten wie Tomaten, Gurken und Paprika und natürlich Zitrusfrüchten. Nun setzt man in der Axarquia, der gebirgigen Landschaft, neuerdings auch auf den Zuckerersatz Stevia. Man will dort ansässige Bauern durch Schulung mehr und mehr dafür gewinnen, doch wollen noch viele warten, wie sich die Nachfrage nach dieser "Modepflanze entwickelt.
  • Die vielen Engländer an unseren Küsten bevorzugen ihren Whisky und Gin, das ist bekannt. Doch jetzt feiert bei ihnen der Sherry, den ja ihre Vorahnen einst "erfanden",  ein großes Comeback.  Er war seit den 70er Jahren nach einem Boom mehr und mehr in den Schatten gedrängt worden,  doch sprechen Bodegas rund um Jerez, dem Namensgeber, bereits vom Beginn einer neuen Sherry-Revolution. Wir anderen Residenten haben dem Sherry immer schon seinen gebührenden Platz eingeräumt! Dazu der lesenswerte Bericht einer Verkosterin aus Deutschland: "Besuch in einer Sherry-Bodega".

 

 

 

 

 

 

Die verantwortliche Redakteurin schätzt den trockenen Sherry

sehr als Aperitif (Foto: Reinhard Hefele)


  • Jetzt noch ein paar praktische Tipps, wie man die typischen Saisonblumen wie Weihnachtsstern, Weihnachtskaktus, Azaleen und Orchideen überleben läßt:

 

-  Die Pflanzen sind ja schon gestresst durch den Umzug von der Gärtnerei zu uns nach Hause. So kann es passieren, dass sie, anfangs in voller Blüte, Blätter gelb werden oder gar fallen lassen, auch irgendwie einschrumpeln:  Jetzt der Pflanze ein kühles Plätzchen suchen und befeuchten, vor Frost schützen und für natürliches Tageslicht sorgen. Denn fehlendes Licht ist oft ein Problem. Aber Vorsicht wiederum vor prallem Sonnenlicht.

-  Beim Gärtner erhielten sie meist ungechlortes Wasser mit Dünger, deshalb bitte Regenwasser oder Wasser von den lokalen Brunnen benutzen. Die Blumen wurden meist sehr gedüngt und wuchsen unnatürlich schnell. Man muss sie nun langsam von diesem übermäßigen Dünger entwöhnen, aber anfangs immer noch düngen, später dann auf einmal die Woche oder vierzehntäglich übergehen.

-   Azaleen und Weihnachtssterne bestehen oft nicht nur aus einer Pflanze im Topf, sondern eng zusammen gepflanzten Setzlingen. Diese können oft schwer weiter bestehen, auch, wenn man sie auseinander pflanzt. Also nicht wundern, wenn sie nur zu den Festtagen üppig blühen.


Wussten Sie schon?

Dass die Spanier verstärkt auswärts essen und immer weniger zuhause kochen? Und zwar nahm dies im letzten Jahr um 4,2 Prozent zu, während parallel dazu der Einkauf von Alkohol und Lebensmitteln in Supermärkten um 2,2 Prozent abnahm. Kein Wunder, wenn man Getränk plus Tapa schon ab 1 Euro in den Bars erhält! (Quelle:  Olive Press)

 

Apropos essen:  aus Galizien,  dem  man die beste Küche Spaniens zuschreibt, kommt der neue Trend in feinen Restaurants, Strandgemüse im Speiseplan einzusetzen wie Queller und Meerfenchel. Algen gehören ja schon seit geraumer Zeit zu einem guten exotischen Salat in  Restaurants. (Quelle:  SURdeutsche Ausgabe)

 

Dass der Welt bestes Gebäude in Gibraltar steht? Es kostete 10,9 Millionen Pfund, weist Terrassengärten in den einzelnen Appartements und Panoramafenster von einer Wand zur anderen auf mit Blick auf das Rif-Gebirge in Nordafrika und die Meerenge.  Es heißt "New Aloes" und wurde von Architekten aus 2.000  Mitbewerbern und 103 Ländern als prestigeträchtigster Neubau gewählt. (Quelle:  SUR in English)

 

 

- und wussten Sie auch dies?


Fotos von links nach rechts: La Linea immer mit dem "Affenfelsen" vor der Nase - die Kathedrale von Málaga - Buchtitel des Bestsellers von Chris Stewart

 - La Linea die spanische Grenzstadt gegenüber Gibraltar, möchte nun auch zur zollfreien Zone werden wie der englische Nachbar vor der Haustür.  Hüben wie drüben der Meerenge soll es duty-free heißen, wenn es nach dem Bürgermeister Jorge Ramos geht, der sich schon mit dem Ministerpräsidenten von Gibraltar zusammensetzte deswegen. Unter uns: Mit dem "duty-free" ist es aber sowieso nicht weit her in Gibraltar, deshalb allein lohnt sich kaum ein Besuch - wenn man nicht starker Raucher ist!

 

- Ein trauriger Rekord vom sonst so hippen Málaga:  Dort gibt es angeblich  vier Mal so viele kriminell gewordene Jugendliche unter 14 Jahren wie in Sevilla, Huelva oder Granada!

 

- Fast jeder Resident hat doch "Driving over Lemons" oder auf deutsch: "Unter den Zitronenbäumen" gelesen vom Ex-Genesis-Schlagzeuger Chris Stewart? Bereits in vier Bestsellern bisher beschrieb er sein Leben auf einer Farm in den Alpujarras - nicht unschuldig am Zuzug vieler Engländer!  Doch jetzt pausiert er mit dem Schreiben, notgedrungen, weil sein Land von Wildschweinen verwüstet wurde und er mindestens das ganze nächste Jahr mit dem Ausbessern dieser Schäden beschäftigt ist. 

 


Von Almeria und Ronda bis Gibraltar

Ronda einmal anders: Blick vom Aquädukt in die Schlucht

 

Ronda gehört zu den 3-Sterne-Sehenswürdigkeiten Andalusiens - und das schon seit langem! Nun haben die Besucher des Portals "Trivago" Ronda  auch unter die 100 begehrtesten Reiseziele der Welt gewählt und zwar auf Platz 82. Auf dieser Liste befinden sich aber schon seit längerem drei weitere spanische Orte, nämlich Santillana del Mar (Platz 40), Cangas de Onís (479 und Oviedo (81).

re.:  Gibraltar von La Linea aus

 

 

Gibraltar macht immer mehr von sich reden durch seine moderne Architektur,

etwa durch sein World Trade Center, das Architekturpreise einheimste. Demnächst wird es ein sensationelles Ecosystem-Gebäude geben, das Ocean Spa Plaza, das nicht nur 17 begrünte und familienfreundliche Stockwerke aufweisen wird, sondern auf dem obersten Dach neben Jacuzzis, Wasserfällen, Sauna und  Bäumen auch Insekten und Vögel eine Heimstatt bieten soll.




Und dann gibt s noch Gerüchte um Almeria und seine Alcazaba. Letztere ist für den normalen Publikumsverkehr am 20. und 21. Oktober 2015 geschlossen, denn man munkelt, dass an diesen Tagen dann Filmarbeiten zur nächsten Staffel von "Game of Thrones" dort stattfinden!

Die Kulturministerin von Andalusien, Rosa Aguilar, betonte, man könne dies gar nicht hoch genug als PR für Almeria einschätzen.




Politik - Parteien - Probleme

  • Katalanen als Bittsteller bei der EU

    Sie können es nicht lassen, der Teil der Katalanen, die sich von Spanien unabhängig machen wollen.  Nachdem die Gerichte in Spanien, zuletzt das oberste Verfassungsgericht, eine Volksbefragung zur Abspaltung verbot beziehungsweise eben als verfasungswidrig beschied, will man sich jetzt an die EU wenden um Unterstützung für ein entsprechendes Verfahren. Schließlich sehe man Aufwind durch den BREXIT.

    Nur eine Frage: Kann die EU Verfassungen einzelner Mitgliedsländer außer Kraft setzen und damit deren Souveränität unterlaufen? Bis jetzt eigentlich nicht.

  • Partido Andalucista löst sich auf

  Ganz anders als der Norden entwickelt sich die Politik  im Süden: die Partido Andalucista, die in den 90er Jahren noch in der andalusischen Regionalregierung mit den Sozialisten saß, Bürgermeister in Jerez und Sevilla stellte, aber dann kontinuierlich an Macht und Einfluß bei den folgenden Wahlen verlor, zog jetzt die Konsequenzen aus ihrem Niedergang und ihrem schlechten Abschneiden der dortigen Regionalwahl: sie löst sich auf. Das wurde Mitte September 2015 auf einem Sonderparteitag beschlossen. Die noch gewählten Vertreter werden aber noch institutionell betreut. Eine der Ziele der glücklosen Partei war ja auch ähnlich wie in Katalonien die Unabhängigkeit Andalusiens. Doch die Andalusier sind in der Mehrheit stolz, zu Spanien zu gehören!