Aktuelles


ENDLICH! Hospital in Estepona kommt!

Die Grundsteinlegung ist nun erfolgt unter großer Anteilnahme der Bevölkerung! Die Gemeinde Estepona und die Junta de Andalucía, die so lange dieses wichtige Projekt boykottierte, muss man sagen, haben nun eine Übereinkunft unterzeichnet, nach der nun der Durchführung des Hospitalbaus nichts mehr im Wege steht. Zuletzt hakte* es ja noch an der Frage, ob die Junta die Ausstattung und den Betrieb des Hospitals übernehme, nachdem die Finanzierung des Baus von vier betroffenen Gemeinden wie Estepona, Benahavis, Casares und Manilva zu 90 Prozent gesichert war.

Vorgesehen werden 17,7 Millionen Euro für das Projekt, das endlich die westliche Costa del Sol mit einem Krankenhaus für alle Bürger versieht, für die vorher das Hospital Costa del Sol östlich von Marbella zuständig war mit unerträglichen Wartezeiten.

 

* Zum langen Prozess siehe auch die Meldung zu protestierenden Bürger  weiter unten.

 

Im Bild unten ein Modell des notwendigen Hospitalprojekts (Foto: Ayto Estepona)

 

Außerdem im rührigen Estepona: die Arbeiten für die zukünftigen Gourmet-Markthalle haben seit Anfang Mai 2017 begonnen .


Katalanen als Bittsteller für Referendum in Brüssel

Sie können es nicht lassen, der Teil der Katalanen, die sich von Spanien unabhängig machen wollen.  Nachdem die Gerichte in Spanien, zuletzt das oberste Verfassungsgericht, eine Volksbefragung zur Abspaltung verbot beziehungsweise eben als verfasungswidrig beschied, will man sich jetzt an die EU wenden um Unterstützung für ein entsprechendes Verfahren. Schließlich sehe man Aufwind durch den BREXIT.

Nur eine Frage: Kann die EU Verfassungen einzelner Mitgliedsländer außer Kraft setzen und damit deren Souveränität unterlaufen? Bis jetzt eigentlich nicht.

 


Dezember-Überschwemmungen an den Urlaubsküsten

Um die 200 (!) Liter pro Quadratmeter regnete es an vielen Orten an den südspanischen Küsten herunter, zunächst im Süden, Andalusien, dann eine Woche später an der Costa Blanca und auf den Balearen. Insgesamt zählte man auch drei Tote, viele ertrunkene Tiere und viele ruinierte Existenzen an der Küste.

Regen ist zwar notwendig im mediterranen Raum im Winter- da hatten wir die letzten Jahre zu wenig - aber das ähnelte doch den El-Niño-Katastrophen. 

Da staatliche und kommunale Hilfen erst einmal länger auf sich warten lassen werden, gibt es zum Glück private Hilfsorganisationen. Für die Costa de Sol hat sich dankenswerterweise Jackie Quick-Rice aus Alhaurin el Grande gefunden, die Flutopfern mit vielen anderen Freiwilligen unter die Arme greifen will.  Ihre Telefonnummer: 603 122 596. Mehr auch auf der Webseite: www.justgiving.com/crowdfunding/matt-wright.

Es wird jede Hilfe gerne angenommen, nicht nur in Form von Geld, sondern auch mit Aufräumen, Unterkunft bieten etcetera. Denken wir an den Festtagen auch an diese Opfer - ob nah oder fern.

Foto: Eva Maria Flores


Deutscher Feiertag in Spanien

Die Botschaft in Madrid und natürlich das Konsaulat Málaga, zuständig für Südspanien und die Enklaven in Nordafrika, laden zum 3. Oktober, dem Fest der deutschen Einheit, jedes Jahr wichtige Persönlichkeiten der öffentlichen Lebes ein. Und das international von den Kollegen anderer Konsultate und Botschaften und Vertreter des Militärs, der Polizei, der Presse, der Kirchen, de Wohltätigkeitsvereine etcetera.

Hier die Bilder vom diesjährigen Empfang im immer wieder schönen Botanischen Garten von Alamo oberhalb Málagas:

Oben von links nach rechts: Empfang des deutschen Konsulats Málaga im schönen Garten von Alamo - Konsul Peter Eck bei seiner Rede mit Übersetzerin Gloria.

unten:  Bürgermeister Torres von Maálaga bei seiner Rede, in der er auf die Gemeinsamkeiten hinweist  vor allem Málagas mit deutschen Traditionen und Erinnerungen von der deutschen Brücke bis zu Straßennahmen von Handelshäusern aus dem 19. Jahrhundert.  - Mit Konsulsgattin Frau Eck (links).

Fotos: Reinhard Hefele


Speziell zu Andalusien:

Wussten Sie -

 

- dass Andalusien mit 88.000 Quadratkilometern um 1.000 km² größer ist als Portugal?

 

- Dass wir aber den Fächer portugiesischen Seefahrern verdanken?

 

- Dass die erste vom Palmrüssler befallene Phönixpalme 1993 in Almuñecar gesichtet wurde?

 

- Dass erst seit 1982 wieder Wein bei Ronda  angebaut  wird und zwar durch den Württemberger Winzer Friedrich Schatz - nachdem aber seinerzeit die alten Phönizier schon um diese gute Lage wussten?!

 

- Dass das PRE, die Pura Raza Española, das renommmierte Spanische Pferd, eigentlich auf der Pura Raza Andaluza (inclusive etwas Kartäuserblut) bassiert, doch Franco diese Bezeichnung nicht wollte?

 

 Diese und andere Fakten,  Fakten, Fakten stehen im neuen Buch von Gabriele Hefele "Andalusien ist anders": 

Das obige Buch  zu 8,90 € vermittelt nicht nur viele Hintergrundinformationen von einer, die hier mehr als 16 Jahre lebt und arbeitet, sondern ist außerdem unterhaltsam zu lesen. "Köstlich" und zugleich sehr informativ" , so die Leserurteile kurz gefasst.

Zu bestellen direkt bei der Autorin unter redaktion@equideas.es oder über die üblichen Quellen wie Amazon, Buchhandlungen, Online-Shops u.a.


Wann endlich kommt das Hospital für westliche Costa del Sol?

Oben im Bild: Vor allem ein Vereinigung von Frauen ging neulich auf die Straße in Estepona mit der  dringenden Forderung  nach dem Bau des Hospitals.

 

 Seit 2007 (!) kämpft man vor allem in Estepona mit seinen mehr als 80.000 Einwohnern um ein Hospital! Estepona stellt das Gelände, zusammen mit dem Gemeinden Manilva, Casares und Benahavis hat man 95% der Finanzierung beisammen - aber die Landesregierung in Sevilla blockiert! Diese besteht aus der PSOE, den Sozialisten und der Vereinigten Linken (IU)- und was soll daran "sozial" oder sozialistisch sein, wenn man die eigene Bevölkerung traktiert? Ist es, weil in Estepona mit großem Erfolg ein PP-Bürgermeister und Gemeinderat regiert?

Es ist  eine Schande: jetzt müssen die Bewohner der genannten Gemeinden eineinhalb Stunden bis zur jetzigen Klinik Costa del Sol in Marbella-Ost fahren, mehrere Stunden warten bei Notfällen, ganze Wochen und Monate auf Behandlungen. Nach einer Ptressemeldung vom 29. Juli 2016 scheint sich aber endlich etwas zu bewegen bei der Junta de Andalucía und man hofft auf eine Übereinkunft vor dem 30. September.

 

Inzwischen hat Esteponas vorbildlicher Bürgermeister José Maria Gacía Urbano zumindest für seine Bewohner mit den ansässigen Privatkliniken eine Übereinkunft erzielt, dass Esteponeros dort in Notfällen behandelt werden.

 


Zur SPANIENWAHL und Regierungsbildung: siehe Blog

 

Immer noch keine Einigung der Parteien zur Regierungsbildung, obwohl König Felipe den Politikern ins Gewissen redete! Nun haben die Neuwahlen am 26. Juni 2016 auch nichts Neues erbracht im wesentlichen, aber sie kosteten das Land, respektive den Steuerzahler, 150 Millionen (!) Euro! Die ham´s ja, die Spanier, oder etwa nicht?


Info-Mix

  • D i e   große touristische Attraktion in Andalusien war im Jahr 2015 der Ende März neu eröffnete Caminito del Rey bei Álora in der Provinz Málaga.  Der früher als gefährlichster Wanderweg der Welt bekannte vier Kilometer lange Steig war nach der Sperrung gründlich renoviert und erneuert worden. Er zog bis Jahresende über 160.000 Besucher und 90 Kamerateams aus aller Welt an, die sich dieses Erlebnis nicht entgehen ließen. Bis dato war die Begehung  kostenlos, doch musste und muss auch in Zukunft dieses Erlebnis vorher angemeldet werden, denn es werden täglich nur 600 Wanderer auf dem Königsweg zugelassen. Jetzt wird der Camino privatisiert und nun auch ist Eintritt fällig.

Fotos unten: Pia Bruun (rechts vorne selbst im Bild)

 

  • Immer wieder neue Urlaubsabenteuer sollen die Touristen locken - auch in Casares in der Nähe der historischen Altstadt.  Dort plant man ein 300 Meter langes Rutschseil, das wäre dann das längste in Spanien.

 

  • Die Provinz Málaga ist bekannt für ihren Export von Avocados und Mangos - neben üblichen Gemüsesorten wie Tomaten, Gurken und Paprika und natürlich Zitrusfrüchten. Nun setzt man in der Axarquia, der gebirgigen Landschaft, neuerdings auch auf den Zuckerersatz Stevia. Man will dort ansässige Bauern durch Schulung mehr und mehr dafür gewinnen, doch wollen noch viele warten, wie sich die Nachfrage nach dieser "Modepflanze entwickelt.

 

  • Die vielen Engländer an unseren Küsten bevorzugen ihren Whisky und Gin, das ist bekannt. Doch jetzt feiert bei ihnen der Sherry, den ja ihre Vorahnen einst "erfanden",  ein großes Comeback.  Er war seit den 70er Jahren nach einem Boom mehr und mehr in den Schatten gedrängt worden,  doch sprechen Bodegas rund um Jerez, dem Namensgeber, bereits vom Beginn einer neuen Sherry-Revolution. Wir anderen Residenten haben dem Sherry immer schon seinen gebührenden Platz eingeräumt! Dazu der lesenswerte Bericht einer Verkosterin aus Deutschland: "Besuch in einer Sherry-Bodega".

 

 

 

 

 

 

Die verantwortliche Redakteurin schätzt den trockenen Sherry

sehr als Aperitif (Foto: Reinhard Hefele)


  • Jetzt noch ein paar praktische Tipps, wie man die typischen Saisonblumen wie Weihnachtsstern, Weihnachtskaktus, Azaleen und Orchideen überleben läßt:

 

-  Die Pflanzen sind ja schon gestresst durch den Umzug von der Gärtnerei zu uns nach Hause. So kann es passieren, dass sie, anfangs in voller Blüte, Blätter gelb werden oder gar fallen lassen, auch irgendwie einschrumpeln:  Jetzt der Pflanze ein kühles Plätzchen suchen und befeuchten, vor Frost schützen und für natürliches Tageslicht sorgen. Denn fehlendes Licht ist oft ein Problem. Aber Vorsicht wiederum vor prallem Sonnenlicht.

-  Beim Gärtner erhielten sie meist ungechlortes Wasser mit Dünger, deshalb bitte Regenwasser oder Wasser von den lokalen Brunnen benutzen. Die Blumen wurden meist sehr gedüngt und wuchsen unnatürlich schnell. Man muss sie nun langsam von diesem übermäßigen Dünger entwöhnen, aber anfangs immer noch düngen, später dann auf einmal die Woche oder vierzehntäglich übergehen.

-   Azaleen und Weihnachtssterne bestehen oft nicht nur aus einer Pflanze im Topf, sondern eng zusammen gepflanzten Setzlingen. Diese können oft schwer weiter bestehen, auch, wenn man sie auseinander pflanzt. Also nicht wundern, wenn sie nur zu den Festtagen üppig blühen.


Wussten Sie schon?

Dass die Spanier verstärkt auswärts essen und immer weniger zuhause kochen? Und zwar nahm dies im letzten Jahr um 4,2 Prozent zu, während parallel dazu der Einkauf von Alkohol und Lebensmitteln in Supermärkten um 2,2 Prozent abnahm. Kein Wunder, wenn man Getränk plus Tapa schon ab 1 Euro in den Bars erhält! (Quelle:  Olive Press)

 

Apropos essen:  aus Galizien,  dem  man die beste Küche Spaniens zuschreibt, kommt der neue Trend in feinen Restaurants, Strandgemüse im Speiseplan einzusetzen wie Queller und Meerfenchel. Algen gehören ja schon seit geraumer Zeit zu einem guten exotischen Salat in  Restaurants. (Quelle:  SURdeutsche Ausgabe)

 

Dass der Welt bestes Gebäude in Gibraltar steht? Es kostete 10,9 Millionen Pfund, weist Terrassengärten in den einzelnen Appartements und Panoramafenster von einer Wand zur anderen auf mit Blick auf das Rif-Gebirge in Nordafrika und die Meerenge.  Es heißt "New Aloes" und wurde von Architekten aus 2.000  Mitbewerbern und 103 Ländern als prestigeträchtigster Neubau gewählt. (Quelle:  SUR in English)

 

 

- und wussten Sie auch dies?


Fotos von links nach rechts: La Linea immer mit dem "Affenfelsen" vor der Nase - die Kathedrale von Málaga - Buchtitel des Bestsellers von Chris Stewart

 - La Linea die spanische Grenzstadt gegenüber Gibraltar, möchte nun auch zur zollfreien Zone werden wie der englische Nachbar vor der Haustür.  Hüben wie drüben der Meerenge soll es duty-free heißen, wenn es nach dem Bürgermeister Jorge Ramos geht, der sich schon mit dem Ministerpräsidenten von Gibraltar zusammensetzte deswegen. Unter uns: Mit dem "duty-free" ist es aber sowieso nicht weit her in Gibraltar, deshalb allein lohnt sich kaum ein Besuch - wenn man nicht starker Raucher ist!

 

- Ein trauriger Rekord vom sonst so hippen Málaga:  Dort gibt es angeblich  vier Mal so viele kriminell gewordene Jugendliche unter 14 Jahren wie in Sevilla, Huelva oder Granada!

 

- Fast jeder Resident hat doch "Driving over Lemons" oder auf deutsch: "Unter den Zitronenbäumen" gelesen vom Ex-Genesis-Schlagzeuger Chris Stewart? Bereits in vier Bestsellern bisher beschrieb er sein Leben auf einer Farm in den Alpujarras - nicht unschuldig am Zuzug vieler Engländer!  Doch jetzt pausiert er mit dem Schreiben, notgedrungen, weil sein Land von Wildschweinen verwüstet wurde und er mindestens das ganze nächste Jahr mit dem Ausbessern dieser Schäden beschäftigt ist. 

 


Von Almeria und Ronda bis Gibraltar

Ronda einmal anders: Blick vom Aquädukt in die Schlucht

 

Ronda gehört zu den 3-Sterne-Sehenswürdigkeiten Andalusiens - und das schon seit langem! Nun haben die Besucher des Portals "Trivago" Ronda  auch unter die 100 begehrtesten Reiseziele der Welt gewählt und zwar auf Platz 82. Auf dieser Liste befinden sich aber schon seit längerem drei weitere spanische Orte, nämlich Santillana del Mar (Platz 40), Cangas de Onís (479 und Oviedo (81).

re.:  Gibraltar von La Linea aus

 

 

Gibraltar macht immer mehr von sich reden durch seine moderne Architektur,

etwa durch sein World Trade Center, das Architekturpreise einheimste. Demnächst wird es ein sensationelles Ecosystem-Gebäude geben, das Ocean Spa Plaza, das nicht nur 17 begrünte und familienfreundliche Stockwerke aufweisen wird, sondern auf dem obersten Dach neben Jacuzzis, Wasserfällen, Sauna und  Bäumen auch Insekten und Vögel eine Heimstatt bieten soll.




Und dann gibt s noch Gerüchte um Almeria und seine Alcazaba. Letztere ist für den normalen Publikumsverkehr am 20. und 21. Oktober 2015 geschlossen, denn man munkelt, dass an diesen Tagen dann Filmarbeiten zur nächsten Staffel von "Game of Thrones" dort stattfinden!

Die Kulturministerin von Andalusien, Rosa Aguilar, betonte, man könne dies gar nicht hoch genug als PR für Almeria einschätzen.




Politik - Parteien - Probleme

  • Catalunya: Independistas siegen

 

Bei der Regionalwahl in Katalonien erzielten die beiden verbündeten Parteien unter Ministerpräsident Arturo Mas die absolute Mehrheit und streben nun die Verwirklichung der Unabhängigkeit von Spanien und den eigenen Staat an. Dies soll in den nächsten 18 Monaten durch eine eigene Verfassung und Einrichtung der entsprechenden staatlichen Institutionen erreicht werden. Danach meint man, 29. Staat der Europäische Union zu sein... (s. auch Kommentar im Blog)

 

  • Partido Andalucista löst sich auf

 

 Ganz anders als der Norden entwickelt sich die Politik  im Süden: die Partido Andalucista, die in den 90er Jahren noch in der andalusischen Regionalregierung mit den Sozialisten saß, Bürgermeister in Jerez und Sevilla stellte, aber dann kontinuierlich an Macht und Einfluß bei den folgenden Wahlen verlor, zog jetzt die Konsequenzen aus ihrem Niedergang und ihrem schlechten Abschneiden der dortigen Regionalwahl: sie löst sich auf. Das wurde Mitte September 2015 auf einem Sonderparteitag beschlossen. Die noch gewählten Vertreter werden aber noch institutionell betreut. Eine der Ziele der glücklosen Partei war ja auch ähnlich wie in Katalonien die Unabhängigkeit Andalusiens. Doch die Andalusier sind in der Mehrheit stolz, zu Spanien zu gehören!