Infos für Residenten

Von wichtigen neuen Gesetzen und Urteilen


Vorsicht beim Vermieten von Ferienwohnungen!

Nichts ist es seit einiger Zeit mehr mit der Lässigkeit in Spanien!

 

Seit 11. Mai 2016 gibt es ein neues Gesetz für Besitzer von Wohnungen, die diese partiell auch vermieten und als Ferienwohnung nutzen: Sie müssen sich nun bei der Landesregierung registrieren lassen *, hier in Andalusien beim "Registro de Turismo de Andalucía". Wer also bisher dies so nebenbei auf entsprechenden Internetseiten anbietet, sollte davon ausgehen, dass diese durchforstet werden.

* Hier der Link zur Registrierung: https://ws072.juntadeandalucia.es

 

Gute Informationen auf diesem Gebiet gibt Christoph Sander auf seiner Homepage, siehe auch unter Service bei Tipps und LINKS.


Nötigung gegenüber Residenten?

Oder: Den letzten beißen die Hunde

Esteponas Sanierungsvorhaben im Valle Romano

 

Estepona von vor 40 Jahren - es war beileibe nicht eine "gute alte Zeit" (unter Franco).

 

Aber die modernen Infrastrukturverbes-serungen wie etwa die vierspurige Küstenstraße schnitten zum Beispiel die Bewohner von Estepona-Valle Romano vom direkten Fußgänger-Zugang zum Strand ab!

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Dies scheint auch auf  die Gemeinde Estepona zuzutreffen, die sonst so positiv von sich reden macht und sich "Garten der Costa del Sol" in der Touristenwerbung nennt.

 

Eine Straße, die hauptsächlich durch die schweren LKWs der Promotoren im Bauwahn des letzten Jahrzehnts ruiniert wurde, soll nun saniert werden. Die gierigen Promotoren sind längst verschwunden, ihre Bauruinen stehen meist leer, aber nun hält sich die Gemeinde, die wie jede der Gemeinden der Costa del Sol noch am Ausgleichen des leeren Finanzsäckels ihrer Vorgänger ist, an die jetzigen circa 200 Anwohner.

Jeder von ihnen soll circa 45.000 (!) Euro beitragen zur Renovierung und Verschönerung ihrer Straße. Dabei handelt es sich um lang ansässige Residenten, die ihre Lizenz haben, die aber nun meist Rentner sind und jeden Euro umdrehen müssen wie etwa der seit 40 Jahren hier lebende Schweizer Enzio C., der auch gut integriert ist.

Verzweifelte Eigentümer

Es ist ein schwieriger Fall, da es auf diesem Gebiet auch zu drei Waldbränden kam, die zum Beispiel Transformatoren zerstörten. Dass hier schon länger etwas getan hätte werden müssen, war jedem, auch der sozialisten Vorgängerregierung der Gemeinde, klar. Jetzt kommt es zu etlichen Protesten der Anwohner, besonders derjenigen, die noch nicht so lange dort wohnen. Ein Ombudsmann in Madrid wurde von ihnen angeschrieben, so die englische Olive Press, aber keine Reaktion bisher von ihm.

Die Gemeinde versucht durch eine eigens für dieses Problem abgestellte Stadträtin und langjährige internationale Residentin zur befriedigenden Lösung für beide Seiten zu kommen, bietet Ratenzahlung an, während Banken leider wieder einmal kein Verständnis zeigen. Und von anderen in Luxusurbanisationen können sich die Betroffenen anhören: "Wer sich eben die Costa del Sol nicht leisten kann, soll verkaufen und gehen!"


Neue Immobilienurteile

1. Für Ausländer mit Zweitwohnsitz in Spanien: Der Europäische Gerichtshof entschied noch im letzten Jahr, dass die Ungleichbehandlung beim Erbrecht nicht zulässig ist. Demnach darf keine höhere Erbschaftssteuer von nicht hier ansässigen Erben beim Übergang einer Immobilie verlangt werden! Auch gelten dieselben Freibeträge.

Beispiel:  Machte die Erbschaftssteuer bei einer Immobilie im Wert von 300.000 Euro bisher 52.000 Euro aus, ist sie nun wie bei Einheimischen und Residenten steuerfrei. Eine Flut von Rückerstattungsverfahren erwartet nun den spanischen Staat.

 

2. Noch ein Urteil für ausländische Immobilienkäufer:  Wenn im Immobilienboom man von einem Promotor eine Wohnung kaufte, die aber nicht fertiggestellt wurde, man sie nicht beziehen geschweige denn die  "primera ocupación" erhalten konnte, so verfiel der entsprechende Avalkredit der Bank bereits nach zwei Jahren. Das ist nun aber hinfällig. Denn nun hat man die Ansprüche des Käufers auf 15 Jahre verlängert - rückwirkend bis zum Jahr 1999! Zu verdanken ist dies dem Anwalt Oscar Clavo aus Estepona, der sich speziell der Probleme der Ausländer annimmt.


Hiobsbotschaften für Residenten

Der europäische deutsche Führerschein, unbegrenzt gültig, muss seit 1. Januar 2015 in einen spanischen umgewandelt werden, der dann nur noch 5 Jahre gilt und Augenuntersuchungen vorschreibt.  Wird man mit unserem europäischen bei Kontrollen erwischt, kostet das gleich einmal 200 Euro Strafe.

 

Langzeiturlauber mit nur Zweitwohnsitz hier in Spanien werden bestraft, wenn sie ein Auto mit einem ausländischen Kennzeichen mehr als 183 Tage hier in Spanien hatten – was sich oft aufsummierte, wenn man ein kleines eigenes Zweitauto einfach in der Garage abstellte für den nächsten Urlaub.

 

Demnächst kommen auch noch gewaltige Restriktionen auf einen zu, wenn man sein Haus oder Appartement vermieten will!  Die Junta de Andalucía will sich die katalanischen Vorschriften zum Vorbild nehmen, wenn man z.B. so etwas wie “Bed and Breakfast” anbieten will: bei mehr als zwei Appartements, die man vermietet, muss man sich registrieren lassen, darf nicht mehr als 15 Gäste gleichzeitig haben, muss im Winter Heizung und im Sommer Air condition  als Ausstattung vorweisen...Die Hotellobby läßt wohl grüßen!